Übungsdienste

17.01.2015 | Ausbildung Technische Hilfe nach Verkehrsunfällen

Nachdem bereits am 08.01.2015 der theoretische Unterricht zu den Themenkomplexen Taktik und Fahrzeugtechnik erfolgte, übten wir am 17.01.2015 praktisch an 2 alten PKW’s. Glücklichen Umständen war es zu verdanken, dass wir auch einen Satz Rettungszylinder und verschiedene Halligan-Tools zur Verfügung hatten. Letzteres zählte kurzdrauf in einfacher Ausführung auch zur Standardbeladung unseres LHF.

Den ersten PKW stabilisierten wir gegen Erschütterungen und Bewegung, führten das Glasmanagement durch und setzten 2 innere Retter für die 2 Patienten ein. Anschließend trennten wir die Türen des Zwei-Türers heraus und schufen Mittels des Schneidgerätes und der elektrischen Säbelsäge eine weitere „dritte Tür“ im Blech des PKW. Dies ermöglichte die achsengerechte Rettung des Patienten über die Seite. Der Vollständigkeit halber entfernten wir auch noch das Dach mit dem Schneidgerät, um auch diese klassische Variante zu üben.

Der zweite PKW bot die identische Ausgangslage, nur das wir diesmal einsatztaktisch andere Möglichkeiten ausprobierten. So schufen wir die „dritte Tür“ durch Einschneiden des Bleches mit dem hydraulischen Schneidgerät, um anschließend das Blech mit dem Rettungszylinder bei Seite zu drücken. Der Rettungszylinder wurde dafür quer durch das Fahrzeug gespannt. Weiterhin klappten wir den Vorderwagen Mittels der Rettungszylinder ab, um mehr Raum zwischen dem Patienten und dem Armaturenbrett zu schaffen. Das Dach trennten wir längs mit der Säbelsäge ab.

Resümee:

- die elektrische Säbelsäge eignet sich hervorragend zur Schaffung einer dritten Tür

- das Halligan-Tool ist ein optimales Instrument zur Unterstützung der technischen Rettung Mittels des hydraulischen Rettungssatzes

- die Säbelsäge ist ungeeignet zum längsseitigen Abtrennen des Daches (großer Zeitaufwand)

- Rettungszylinder bieten sehr gute Möglichkeiten um sich im Blech Arbeitsraum und dem Patienten Überlebensraum zu verschaffen

Zum Abschluss der Übung schauten wir uns noch einen 3-achsigen LKW an und erläuterten schematisch das Vorgehen bei LKW-Unfällen, bei welchen wir zwangsläufig auf die Unterstützung des Technischen Dienstes der Berliner Feuerwehr angewiesen sind.

Wir bedanken uns recht herzlich für die Bereitstellung von Mitteln bei René und allen Firmen die uns unterstützten (Autoverwertung Berk, MAN Truck & Bus Center Berlin, Fuhrunternehmen Unrau).

 

23.05.2013 | Übungsdienst Strahlrohrtraining

Drei Stationen, drei Aufgaben ...

Bei diesem Übungsdienst mussten wir in kleinen Gruppen verschiedene Trainingseinheiten durchlaufen. Neben der berliner Neuheit "Schlauchpack 13", gehörten Türöffnung vom Brandraum und eine Auffrischung im Bereich ANT zu den Inhalten. 

Station I | "Schlauchpack 13"

Hier ging es um die bevorstehende Einführung vom Schlauchpack 13 und die Handhabung vor dem vermeintlichen Brandraum. Also zunächst Schlauchpack binden und vorbereiten. Wasserversorgung bis zur Rauchgrenze herstellen und Schlauchpack auspacken. Anschließen, je nach Abrollrichtung aufstellen und vorgehen. Wie herum das Schlauchbündel nun aufgestellt wird erwies sich dabei als größte Fehlerquelle. Aber dafür sind Übungen ja da.

Station II | Türöffnung vom Brandraum 

Ein unbekannter geschlossener Raum mit unbekanntem Inhalt und Nullsicht. Ein klassisches Übungsbeispiel bei der Feuerwehr. Begriffe wie "flash over", "backdraft" und Rauchgasdurchzündung fallen häufig im Umfeld dieser Tür. Wie gehe ich also vor wenn ich wirklich mal vor dieser Tür stehe? Diese Frage war der Mittelpunkt der Station II. Also Strahlrohr einstellen, im Trupp absprechen und Temperaturcheck durchführen. Auch wie oft in welche Richtung gespritzt wird und wer hinter, vor oder neben der Tür steht konnte geklärt werden. 

Station III | ANT 

ANT steht natürlich für AtemschutzNotfallTraining. Was man also tun sollte wenn das Atemschutzgerät eine Fehlfunktion aufweist oder eine Kameradin/ein Kamerad im Einsatz unter Atemschutz verunglückt. Diese Situation ist absolut ungewollt und zum Glück eher selten. Gerade deswegen übten wir erneut das Verhalten in einer solchen Situation. Lungenautomat umstöpseln und richtiges Absuchen von Räumen waren unter anderem Schwerpunkte dieser Station. Theoretische Fragen wurden dabei durch Praxisnahe Beispiele ergänzt. 

Vielen Dank an das Ausbildungsteam! 

 

16.05.2013 | Übungsdienst Brandbekämpfung Flächenbrände

Hilfe!....Da hinten brennt es !!!

Mehr Informationen standen dem Staffelführer unseres LHF1 kurz nach dem Eintreffen nicht zur Verfügung.
Situation : Ein Passant hat bei einem Spaziergang Rauchentwicklung hinter einer Mauer festgestellt und die Feuerwehr gerufen. Ort des Geschehens war eine nicht genutzte Grünfläche zu der ein Zugang aus folgenden Gründen nicht direkt möglich war.

... Erstens war die Feuerstelle durch eine etwa drei Meter hohe und hunderte meter lange Mauer verdeckt und zweitens befand sich zwischen Landstraße und Mauer ein kleiner Bach (Heinersdorfer Graben) der die Arbeit zusätzlich beeinträchtigte. 
Nachdem die Lage durch den Staffelführer so weit wie möglich erkundet war, nahm der Angriffstrupp zusammen mit dem Wassertrupp die Steckleiter zur weiteren Erkundung vor. Zwischenzeitlich traf das LF16-Z ein und beschäftigte sich sofort mit einer "Brückenkonstruktion" für den Graben.
Der Wassertrupp stellte fest, dass es sich um ein Buschfeuer handelte welches sich nach erster Vermutung mit einem Kleinlöschgerät löschen ließe. Der Staffelführer entschied sich eine Bockleiter errichten zu lassen um zur Brandstelle vorzudringen. Während der Durchführung breitete sich das Feuer weiter aus, sodass ein Kleinlöschgerät nicht mehr ausreichte.
Der Angriffstrupp begab sich nach neuem Befehl mit einem C-Hohlstrahlrohr über die errichtete Bockleiter auf die andere Seite und begann mit den Löscharbeiten. Die errichtete Brücke stellte sich als äußerst stabil und nützlich zur weiteren Koordination auf  der Einsatzstelle heraus. Das Feuer wurde zügig gelöscht und die Übung mit Erfolg beendet. Es folgte eine Übungsbesprechung im mückenfreien Gebiet. Zurück auf der Wache gab es dann noch Grillwürste mit Salat.   

Vielen Dank an OBM Ruhnau für die tolle und realistische Übungsgestaltung!